6 Wochen Neuseeland-Rundreise die schönsten Orte, Highlights und Erfahrungen
Mount Taranaki
Warum ausgerechnet Neuseeland?
Schon seit vielen Jahren stand Neuseeland ganz oben auf meiner Reiseliste. Ein Grund dafür war definitiv Der Herr der Ringe. Die atemberaubenden Landschaften, die in den Filmen als Mittelerde zu sehen sind, haben mich schon immer fasziniert und den Wunsch geweckt, diese Orte einmal mit eigenen Augen zu erleben.
Doch nicht nur die Filme waren ausschlaggebend. Mich hat vor allem die unglaubliche Vielfalt des Landes begeistert. Kaum ein anderes Reiseziel vereint schneebedeckte Berge, türkisfarbene Seen, dichte Regenwälder, aktive Vulkane, endlose Strände und beeindruckende Fjorde auf so engem Raum. Genau diese Abwechslung machte Neuseeland für mich zu einem absoluten Traumziel.
Als Fotograf und Videograf war diese Reise für mich natürlich etwas ganz Besonderes. Hinter jeder Kurve wartete ein neues Motiv, jedes Licht sorgte für eine andere Stimmung und jede Region hatte ihren ganz eigenen Charakter. Oft hatte ich das Gefühl, mitten in einer Filmszene zu stehen – und genau das machte diese Reise so unvergesslich.
Dieser Blog nimmt euch mit auf meinen Roadtrip durch Neuseeland – mit den schönsten Orten, persönlichen Erlebnissen und natürlich vielen Bildern, die hoffentlich einen kleinen Eindruck davon vermitteln, wie beeindruckend dieses Land wirklich ist.
Da während der Reise viele besondere Aufnahmen entstanden sind, habe ich einige meiner Lieblingsmotive auch als hochwertige Prints zusammengestellt.
Wer ein Stück Neuseeland mit nach Hause nehmen möchte, findet meine Auswahl an Bildern hier: [Shop]
Mein Kameraequipment für Neuseeland
Für Landschaftsfotografie ist Neuseeland nahezu perfekt geeignet. Meine Ausrüstung bestand aus:
Sony a7 IV
Sigma 16–28mm f/2.8 für weitläufige Landschaftsaufnahmen
Tamron 70–180mm f/2.8 für entfernte Details und Bergformationen
DJI Mini 4 Pro für Luftaufnahmen
Joby GorillaPod 3K Pro als leichtes und flexibles Stativ
Besonders wichtig waren nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern die Flexibilität unterwegs. Viele der besten Motive entstehen spontan – wenn plötzlich das Licht durch Wolken bricht, Nebel über einem See liegt oder sich die Landschaft nach einem Wetterwechsel komplett verändert. Deshalb habe ich meine Fotoausrüstung so klein wie möglich gehalten.
Drohne in Neuseeland
Neuseeland ist eines der beeindruckendsten Länder für Luftaufnahmen. Berge, Küsten, Seen und lange Straßen bieten unzählige Möglichkeiten für besondere Perspektiven.
Trotzdem sollte man sich vor jedem Flug informieren. In vielen Nationalparks, Schutzgebieten oder an Sehenswürdigkeiten gelten Einschränkungen oder komplette Flugverbote. Nicht überall, wo eine Drohne technisch möglich wäre, ist sie auch erlaubt.
Während unserer Reise konnte ich einige spektakuläre Aufnahmen machen, musste aber auch einige Orte bewusst ohne Drohne erleben. Gerade diese Einschränkungen helfen dabei, die Landschaft wieder stärker aus der klassischen Kameraperspektive wahrzunehmen.
Mit der Route stand auch der grobe Plan für die kommenden Wochen fest. Doch erst unterwegs zeigte sich, was Neuseeland wirklich so besonders macht. Jeder Ort hatte seinen eigenen Charakter – von türkisfarbenen Gletscherseen über raue Küsten bis hin zu beeindruckenden Berglandschaften. Im Folgenden nehme ich euch mit zu den einzelnen Stationen unseres Roadtrips und zeige die Highlights, die diese Reise unvergesslich gemacht haben.
Anreise & erster Eindruck
Unsere Reise begann in Christchurch, dem Ausgangspunkt unseres Roadtrips über die Südinsel Neuseelands. Nach der langen Anreise wurden wir direkt von der entspannten Atmosphäre und den weitläufigen Landschaften empfangen.
Schon die ersten Kilometer zeigten, was Neuseeland so besonders macht: grüne Ebenen, schneebedeckte Berggipfel und eine Natur, die einen sofort in ihren Bann zieht. Christchurch war der perfekte Startpunkt für eine Reise voller beeindruckender Landschaften, die uns in den nächsten Wochen durch einige der schönsten Regionen des Landes führen sollte.
Christchurch, Lake Tekapo & Mount Cook
Nach meiner Ankunft in Christchurch ging es einen Tag später endlich richtig los. Ich habe meinen Mietwagen abgeholt und mich auf den Weg Richtung Lake Tekapo gemacht. Schon die Fahrt über die Inland Scenic Route war unglaublich – ständig wechselnde Landschaften, kaum Verkehr und immer wieder Aussichtspunkte, an denen ich einfach anhalten musste.
Als ich am Lake Tekapo angekommen bin, war ich ehrlich gesagt erstmal sprachlos. Das Wasser leuchtet in einem intensiven Türkis, das ich so vorher noch nie gesehen hatte. Auch der Lake Pukaki hat mich total beeindruckt. Mit den Southern Alps im Hintergrund sah die Landschaft fast schon unrealistisch aus. Spätestens hier habe ich gemerkt, dass Neuseeland landschaftlich nochmal eine ganz andere Liga ist.
Eines meiner persönlichen Highlights war der Ausflug in den Mount-Cook-Nationalpark. Der Hooker-Valley-Track zählt für mich zu den schönsten Wanderungen der gesamten Reise. Über mehrere Hängebrücken geht es durch die beeindruckende Berglandschaft bis zu einem Gletschersee mit Blick auf den Aoraki/Mount Cook, den höchsten Berg Neuseelands. Die Kombination aus schneebedeckten Gipfeln, türkisfarbenem Wasser und der unglaublichen Ruhe dort hat mich wirklich begeistert. Besser hätte mein Roadtrip auf der Südinsel kaum starten können.
Dunedin & die Otago-Halbinsel
Von Lake Tekapo ging es für mich weiter an die Ostküste nach Dunedin. Schon auf dem Weg dorthin habe ich einen Stopp bei den berühmten Moeraki Boulders eingelegt. Die riesigen, fast perfekt runden Felsen liegen direkt am Strand und sehen so ungewöhnlich aus, dass ich sie mir natürlich nicht entgehen lassen konnte.
Rund um Dunedin hat sich die Landschaft dann komplett verändert. Statt Seen und Bergen warteten hier steile Klippen, raue Küsten und der endlose Pazifik. Besonders der Tunnel Beach hat mich mit seinen beeindruckenden Ausblicken begeistert. Auch die Otago-Halbinsel war definitiv einen Besuch wert. Ich war unter anderem an der Sandfly Bay, im Sandymount Recreation Reserve und im Okia Reserve unterwegs. Überall gab es wunderschöne Küstenlandschaften, einsame Strände und Aussichtspunkte, an denen ich am liebsten noch länger geblieben wäre. Gerade dieser Mix aus rauer Natur und der Ruhe abseits der Touristenmassen hat diesen Abschnitt der Reise für mich besonders gemacht.
Die Catlins – Wasserfälle, Küsten und unberührte Natur
Von Dunedin aus ging es für mich weiter Richtung Owaka durch die Region The Catlins – eine Gegend, die mich mit ihrer ursprünglichen Natur und der wilden Küstenlandschaft sofort beeindruckt hat. Hier merkt man schnell, dass man abseits der klassischen Touristenrouten unterwegs ist.
Einer meiner ersten Stopps waren die Purakaunui Falls, einer der bekanntesten Wasserfälle Neuseelands. Auch der Curio Bay Heritage Trail war ein besonderes Erlebnis, denn dort kann man versteinerte Baumstämme entdecken, die schon seit Millionen von Jahren an diesem Ort liegen.
Ein weiteres Highlight war der Nugget Point Lighthouse. Der Ausblick von dort oben über die raue Küste und die kleinen vorgelagerten Felsen war einfach beeindruckend. Zusätzlich haben der Catlins River Walk und die Cathedral Caves noch einmal gezeigt, wie abwechslungsreich diese Region ist.
Die Catlins waren für mich einer der besonderen Abschnitte der Reise, gerade weil die Gegend nicht so überlaufen ist. Wer die wilde Seite Neuseelands erleben und Natur abseits der bekannten Hotspots entdecken möchte, sollte diese Region definitiv nicht auslassen.
Owaka und die Catlins – Wilde Küstenlandschaften im Süden der Südinsel
Rund um Owaka konnte ich die ursprüngliche Seite der Catlins noch einmal ganz besonders erleben. Die Region wirkt unglaublich naturbelassen mit dichten Wäldern, einsamen Küstenabschnitten und einer Landschaft, in der die Natur eindeutig im Mittelpunkt steht.
Neben den bekannten Highlights wie den Purakaunui Falls und dem Nugget Point Lighthouse habe ich auch die vielen kleineren Buchten und Strände rund um Owaka erkundet. Gerade diese weniger bekannten Orte waren für mich fotografisch besonders spannend. Die raue Küste, die grünen Hügel und das ständig wechselnde Licht der Südinsel haben immer wieder neue Motive geschaffen.
Für mich war die Gegend rund um Owaka einer dieser Orte, an denen man einfach langsamer wird und die Landschaft auf sich wirken lässt. Anschließend ging es weiter Richtung Te Anau und damit hinein in eine der wildesten und beeindruckendsten Regionen Neuseelands, den Fiordland National Park.
Te Anau und Milford Sound –
Fjorde, Berge und unberührte Wildnis
Te Anau war für mich der Ausgangspunkt für einige der beeindruckendsten Erlebnisse meiner Reise. Die kleine Stadt liegt direkt am Rande des Fiordland National Parks und ist umgeben von einer Landschaft, die kaum beeindruckender sein könnte: riesige Seen, dichte Regenwälder und mächtige Bergketten, soweit das Auge reicht.
Ein absolutes Highlight war die Fahrt zum Milford Sound. Schon die Anreise durch den Fiordland National Park war ein Erlebnis für sich. Die Straße führt durch beeindruckende Berglandschaften, vorbei an Wasserfällen und durch eine Natur, die teilweise fast unwirklich wirkt. Am Milford Sound angekommen, haben mich die steilen Felswände, die zahlreichen Wasserfälle und die mystische Stimmung des Fjords sofort beeindruckt. Hier merkt man, wie gewaltig und unberührt die Natur Neuseelands noch sein kann.
Auch die Wanderung zum Key Summit gehörte zu den schönsten Momenten in dieser Region. Oben angekommen wurde ich mit einem unglaublichen Ausblick über die umliegenden Täler und Bergketten belohnt.
Neben dem bekannten Milford Sound hat mich auch der Doubtful Sound begeistert. Durch seine abgelegenere Lage ist er deutlich ruhiger und vermittelt ein ganz besonderes Gefühl von Weite und Einsamkeit. Gerade diese Ruhe macht den Ort so einzigartig.
Von Te Anau aus ging es für mich anschließend weiter Richtung Wanaka. Auf dem Weg bietet sich ein Stopp in Queenstown an, der bekannten Abenteuerhauptstadt Neuseelands. Die Aussicht vom Queenstown Hill oder Bob’s Peak über den Lake Wakatipu und die umliegenden Berge ist beeindruckend. Auch ein Ausflug nach Glenorchy oder eine Rafting-Tour sind tolle Möglichkeiten, die abwechslungsreiche Landschaft rund um Queenstown zu erleben.
Wanaka und die Westküste – Berge, Gletscher und klare Seen
Wanaka war für mich einer der Orte, die mich landschaftlich am meisten beeindruckt haben. Die kleine Stadt liegt direkt am gleichnamigen See und ist umgeben von einer beeindruckenden Bergkulisse. Schon die ersten Blicke auf den Lake Wanaka und die umliegenden Gipfel haben gezeigt, wie besonders diese Region ist.
Ein absolutes Highlight war für mich der Roys Peak Track. Die Wanderung gehört zwar zu den anspruchsvolleren der Reise, aber die Aussicht macht jeden Schritt lohnenswert. Der Weg führt über offene Berghänge immer weiter nach oben und oben angekommen wartet ein unglaublicher Blick über den Lake Wanaka und die gesamte Berglandschaft. Für mich definitiv einer der Momente, die ich so schnell nicht vergessen werde.
Von Wanaka ging es anschließend weiter Richtung Westküste und zum Fox Glacier. Die Strecke durch den Mount Aspiring National Park war schon ein Erlebnis für sich. Unterwegs führte der Weg durch kleine Orte wie Makarora und vorbei am Blue Pools Track, wo türkisblaues Wasser auf dichten Regenwald trifft – eine Kombination, die man so wahrscheinlich nur in Neuseeland findet.
Am nächsten Morgen stand dann eines der bekanntesten Fotomotive der Westküste auf dem Programm: der Lake Matheson. Bei ruhigem Wetter spiegeln sich die Gipfel der Southern Alps im klaren Wasser des Sees und sorgen für einen fast perfekten Anblick. Danach ging es noch zum Fox Glacier South Side Walk, wo ich einen Eindruck von der gewaltigen Gletscherlandschaft und der wilden Natur an der Westküste bekommen konnte.
Von Fox Glacier nach Granity – Entlang der wilden Westküste
Von Fox Glacier aus ging es für mich weiter Richtung Norden entlang der wilden Westküste der Südinsel. Schon die Fahrt selbst war ein Erlebnis, denn die Landschaft verändert sich hier ständig. Dichte Regenwälder treffen auf hohe Berge und die raue Küste des Pazifiks. Besonders spannend fand ich, wie stark die Natur hier vom Wetter geprägt wird – innerhalb kurzer Zeit kann sich die Stimmung der Landschaft komplett verändern.
Ein Stopp, den ich mir natürlich nicht entgehen lassen wollte, waren die Pancake Rocks bei Punakaiki. Die außergewöhnlich geschichteten Kalksteinformationen sehen fast so aus, als wären sie übereinandergestapelt worden. Bei einem Spaziergang entlang der Küste konnte ich die Felsen aus verschiedenen Perspektiven sehen und dabei gleichzeitig die Kraft des Meeres erleben, das diese Landschaft über Millionen von Jahren geformt hat.
Weiter nördlich wartete mit Wharariki Beach ein Ort, der mich besonders mit seiner Weite beeindruckt hat. Der riesige Strand, die hohen Dünen und die markanten Felsformationen im Wasser machen diesen Platz zu einem echten Highlight für Fotografen. Da der Strand etwas abgelegener liegt, fühlt es sich dort noch sehr ursprünglich an – genau diese Mischung aus Ruhe, wilder Natur und rauer Küstenlandschaft macht den Ort so besonders.
Von Granity aus führte mich die Route anschließend weiter Richtung Abel-Tasman-Nationalpark. Nach den rauen Landschaften der Westküste wartete dort ein kompletter Kontrast: goldene Strände, klares türkisfarbenes Wasser und eine deutlich freundlichere Küstenlandschaft.
Abel Tasman National Park – Goldene Strände und türkisfarbenes Wasser
Drei Tage im Abel Tasman National Park waren eine willkommene Abwechslung nach den rauen Landschaften der Westküste. Hier zeigte sich Neuseeland von einer ganz anderen Seite: goldene Strände, klares türkisfarbenes Wasser und dichter Küstenwald, der direkt bis ans Meer reicht.
Besonders schön war es, die Region mit dem Kajak zu erkunden. Vom Wasser aus bekommt man noch einmal einen ganz anderen Blick auf die Küste. Ich paddelte vorbei an kleinen Buchten, vorgelagerten Inseln und versteckten Stränden, an denen man teilweise ganz für sich alleine war. Diese ruhige Atmosphäre hat den Abel Tasman National Park zu einem ganz besonderen Abschnitt der Reise gemacht.
Auch die Wanderwege entlang des Abel Tasman Coast Track haben sich definitiv gelohnt. Immer wieder eröffnen sich neue Ausblicke auf die Küste, das Meer und die abwechslungsreiche Landschaft. Gerade die Kombination aus Wald, Wasser und den weitläufigen Stränden macht diese Region so vielseitig und zu einem perfekten Ort, um die Natur Neuseelands noch einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben.
Von Abel Tasman nach Wellington – Die Überfahrt zur Nordinsel
Nach den Tagen im Abel Tasman National Park ging es für mich weiter Richtung Picton, wo die nächste große Etappe meiner Reise wartete: die Überfahrt auf die Nordinsel. Schon die Fahrt mit der Interislander Ferry war ein Erlebnis für sich. Die Strecke durch die Marlborough Sounds führt vorbei an unzähligen Buchten, grünen Hügeln und einer beeindruckenden Küstenlandschaft. Während der Überfahrt hatte ich immer wieder das Gefühl, einfach nur aus dem Fenster schauen und die Aussicht genießen zu wollen.
In Wellington angekommen, merkte ich schnell, dass die Nordinsel einen ganz eigenen Charakter hat. Die Hauptstadt wirkt deutlich urbaner und lebendiger als viele Orte auf der Südinsel. Ein Highlight für mich war der Besuch der Weta Workshop in Miramar. Dort bekommt man einen spannenden Einblick in die Welt hinter großen Filmproduktionen. Von Filmrequisiten über Spezialeffekte bis hin zu aufwendigen Designs entstehen hier die Dinge, die später auf der großen Leinwand zu sehen sind – gerade als Filmfan war der Besuch eine richtig interessante Erfahrung.
Von Wellington aus führte mich die Route weiter Richtung Taranaki. Die Fahrt durch das Landesinnere zeigte noch einmal, wie abwechslungsreich Neuseeland ist. Innerhalb weniger Stunden wechselten die Landschaften von der lebendigen Hauptstadtregion hin zu weiten, ruhigen Gegenden mit Blick auf den markanten Mount Taranaki, der schon von weitem die Landschaft prägt.
Taranaki – Vulkanlandschaften und die wilde Küste der Westküste
Die Region rund um den Mount Taranaki war für mich einer der abwechslungsreichsten Abschnitte der Nordinsel. Der fast perfekt geformte Vulkan ist hier wirklich allgegenwärtig und bestimmt die gesamte Landschaft. Egal, ob bei Wanderungen, an der Küste oder unterwegs durch die grünen Landschaften – immer wieder ergeben sich neue Perspektiven auf den markanten Berg.
Ein besonderes Erlebnis war der Pouakai Circuit. Die Wanderung führt durch ganz unterschiedliche Landschaften rund um den Vulkan und bietet bei klarer Sicht beeindruckende Ausblicke auf den Mount Taranaki. Auch der Whitecliffs Walkway entlang der Küste hat mir sehr gut gefallen. Zusammen mit den Three Sisters und dem Elephant Rock zeigt dieser Abschnitt der Küste, wie vielfältig die Natur hier ist – von rauen Felsen über das Meer bis hin zu unberührten Landschaften.
Auch rund um New Plymouth gab es einiges zu entdecken. Der Paritutu Rock, der Pukekura Park und die New Plymouth Coastal Walkway bieten ganz unterschiedliche Eindrücke von der Region. Dazu kamen noch Stopps wie der Back Beach, die Wilkies Pools und die Dawson Falls, die noch einmal eine andere Seite der Landschaft rund um den Vulkan gezeigt haben.
Was Taranaki für mich so besonders macht, ist vor allem diese Kombination aus allem: ein beeindruckender Vulkan, dichter Regenwald, wilde Küsten und unglaublich viele Möglichkeiten, die Umgebung zu erkunden. Gerade für Landschaftsfotografie ist die Region ein Ort, an dem man wahrscheinlich an jeder Ecke ein neues Motiv findet.
Von Taranaki nach Taupo – Vulkane, Höhlen und geothermische Landschaften
Die Fahrt von Taranaki nach Taupo führte mich über den Forgotten World Highway – eine Straße, die ihrem Namen wirklich gerecht wird. Die abgelegene Route schlängelt sich durch einsame Täler, grüne Hügel und kaum besiedelte Landschaften. Gerade diese Ruhe und das Gefühl, weit weg von allem zu sein, haben die Strecke zu einem besonderen Teil der Reise gemacht.
Auf dem Weg wartete in der Region Waitomo ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde: Black Water Rafting durch die unterirdischen Höhlen. Mit einem Reifen durch die Dunkelheit zu treiben und dabei die kleinen leuchtenden Glühwürmchen über sich zu sehen, war eine komplett andere Art, die Natur Neuseelands zu erleben. Auch der Ruakuri Bushwalk hat einen spannenden Einblick in die bewaldete Karstlandschaft rund um Waitomo gegeben.
Taupo selbst liegt direkt am riesigen Lake Taupo, der durch einen der größten Vulkanausbrüche der Erdgeschichte entstanden ist. Die gesamte Region ist noch heute stark von dieser vulkanischen Vergangenheit geprägt. Besonders die Huka Falls haben mich beeindruckt – die Wassermassen, die dort durch die enge Schlucht schießen, sind ein beeindruckender Anblick. Auch die Craters of the Moon zeigen die Kraft der Erde auf eindrucksvolle Weise: Überall dampft und blubbert es, während man zwischen Kratern und heißen Quellen unterwegs ist.
Ein weiteres großes Ziel war das Tongariro Alpine Crossing, eine der bekanntesten Wanderungen Neuseelands. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt und ich konnte die Tour nicht machen. Trotzdem hatte die Region rund um Taupo unglaublich viel zu bieten und hat noch einmal eine ganz andere Seite der Vulkanlandschaft der Nordinsel gezeigt.
Von Taupo nach Coromandel – Filmkulissen und die Küste der Nordinsel
Von Taupo aus ging es für mich weiter Richtung Matamata durch das geothermisch geprägte Zentrum der Nordinsel. Ein kurzer Stopp in Rotorua gab mir dabei einen ersten Eindruck von der vulkanischen Aktivität der Region – dampfende Quellen, heiße Thermalgebiete und die besondere Kultur der Māori prägen hier das Landschaftsbild.
In Matamata wartete mit dem Hobbiton Movie Set ein echtes Highlight für Filmfans. Die Kulisse aus „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ liegt mitten in einer grünen Hügellandschaft und wirkt durch die vielen kleinen Details fast wie eine eigene kleine Welt. Die Führung über das Gelände war spannend und hat gezeigt, wie aus einer normalen neuseeländischen Landschaft einer der bekanntesten Drehorte der Filmgeschichte entstehen konnte.
Ein etwas ungeplanteres Abenteuer erlebte ich bei den Wairere Falls, einem der höchsten Wasserfälle der Nordinsel. Eigentlich wollte ich dort nur ein paar Drohnenaufnahmen machen, um den Wasserfall aus einer besonderen Perspektive festzuhalten. Doch das Wetter änderte sich innerhalb weniger Minuten. Der Wind wurde plötzlich so stark, dass die Drohne gegen den Gegenwind nicht mehr zurückkam und ich sie schließlich oberhalb des Wasserfalls notlanden musste.
Danach begann eine kleine Suchaktion: den Weg wieder hoch zum Wasserfall und hoffen, dass die Drohne noch zu finden ist. Zum Glück ging alles gut aus – sie wurde gefunden und war trotz des Absturzes fast komplett unbeschädigt. Eine gute Erinnerung daran, dass sich das Wetter in Neuseeland extrem schnell ändern kann und nicht immer alles nach Plan läuft.
Anschließend führte mich die Route weiter zur Coromandel Peninsula. Nach den Vulkanlandschaften rund um Taupo zeigte sich die Nordinsel hier wieder von einer ganz anderen Seite: dichte Wälder, wilde Küsten und versteckte Buchten prägen die Region. Ein besonderer Stopp war der Hot Water Beach, wo durch unterirdische Thermalquellen bei Ebbe warme Wasserstellen direkt im Sand entstehen.
Die Coromandel Peninsula war damit noch einmal ein komplett anderer Abschnitt der Reise, weniger geprägt von Vulkanen und Bergen, sondern von Küste, Regenwald und der einzigartigen Verbindung zwischen Land und Meer.
Coromandel und die Waitākere Ranges – Küstenlandschaften und Regenwald
Die Coromandel Peninsula zeigte noch einmal eine ganz andere Seite der Nordinsel. Statt Vulkanlandschaften und Bergen warteten hier dichte Wälder, zerklüftete Küsten und abgelegene Strände. Besonders die Cathedral Cove war ein Highlight der Region. Die große Felsöffnung, das klare Wasser und die Lage direkt am Meer machen den Ort zu einem der bekanntesten Fotomotive Neuseelands.
Auch die Fahrt mit der Driving Creek Railway war eine besondere Erfahrung. Die historische Schmalspurbahn schlängelt sich durch bewaldete Hügel und bietet unterwegs immer wieder neue Ausblicke auf die Landschaft. Dabei merkt man, wie eng hier Natur, Geschichte und die kreative Nutzung der Region miteinander verbunden sind.
Von Coromandel aus ging es weiter Richtung Auckland und in die Waitākere Ranges. Der Regionalpark westlich der Stadt fühlt sich wie eine komplett andere Welt an: dichter Regenwald, riesige Kauri-Bäume und wilde Strände direkt vor den Toren der Großstadt.
Bei Wanderungen wie dem Mercer Bay Loop Walk oder dem Cascade Kauri Walk konnte ich diese ursprüngliche Landschaft aus nächster Nähe erleben. Auch Stopps am Tasman Lookout, Piha Beach sowie den Kitekite und Karekare Falls haben gezeigt, wie vielseitig die Region ist. Besonders die Kombination aus schwarzem Sand, rauer Küste und dichtem Regenwald macht die Waitākere Ranges zu einem ganz besonderen Abschluss meiner Reise auf der Nordinsel.
Abschied von Neuseeland – Von Auckland zurück in die Heimat
Nach den letzten Tagen in den Waitākere Ranges ging es für mich zurück nach Auckland – dem Ausgangspunkt für meine Rückreise. Nach mehreren Wochen voller Natur, abgelegener Straßen und kleiner Orte war es ungewohnt, wieder in einer größeren Stadt anzukommen. Gleichzeitig war es ein schöner Abschluss, noch einmal den Kontrast zwischen der wilden Landschaft Neuseelands und dem urbanen Leben zu erleben.
Mit der Rückgabe des Mietwagens endete schließlich mein Roadtrip durch die Süd- und Nordinsel. In den vergangenen Wochen ging es von beeindruckenden Fjorden und Bergen über Vulkanlandschaften, Regenwälder und endlose Küstenabschnitte. Gerade diese Vielfalt hat die Reise für mich so besonders gemacht – kaum ein Tag sah aus wie der andere.
Als ich schließlich von Auckland aus den Rückflug antrat, hatte ich nicht nur unzählige Erinnerungen im Gepäck, sondern auch eine riesige Sammlung an Fotos und Videos. Neuseeland hat mir einmal mehr gezeigt, warum es für viele als eines der faszinierendsten Reiseziele für Landschaftsfotografie gilt.
Neuseeland – Fotografie und Filmen auf der Reise
Neuseeland ist ein Land, das durch seine außergewöhnlichen Landschaften wie geschaffen für Fotografie und Film ist. Von den gewaltigen Bergen und Fjorden der Südinsel bis zu den Vulkanlandschaften und Küstenregionen der Nordinsel bot nahezu jeder Ort neue Motive und besondere Lichtstimmungen.
Für diese Reise war meine Sony a7 IV die zentrale Kamera. In Kombination mit zwei vielseitigen Objektiven konnte ich sowohl weitläufige Landschaften als auch entfernte Details festhalten. Das Sigma 16–28mm f/2.8 kam vor allem bei großen Landschaftsaufnahmen, engen Schluchten und beeindruckenden Weitblicken zum Einsatz. Für komprimierte Landschaften, Bergformationen und Details nutzte ich das Tamron 70–180mm f/2.8.
Als kompaktes Stativ hatte ich außerdem das Joby GorillaPod 3K Pro dabei. Gerade auf einer Rundreise, bei der wenig Platz und Flexibilität entscheidend sind, war es die perfekte Ergänzung zur Kameraausrüstung. Durch seine geringe Größe und die flexiblen Beine ließ es sich schnell aufbauen und vielseitig einsetzen – ob für Langzeitbelichtungen an Wasserfällen, Aufnahmen bei schwierigen Lichtverhältnissen oder stabile Fotos an abgelegenen Orten.
Ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung war außerdem meine DJI Mini 4 Pro Drohne. Gerade in Neuseeland eröffnet die Luftperspektive noch einmal eine völlig neue Sicht auf die Landschaft: endlose Küstenlinien, türkisfarbene Seen, gewaltige Bergketten und die einsamen Straßen der Südinsel wirken aus der Vogelperspektive besonders beeindruckend.
Allerdings war das Fliegen der Drohne nicht überall möglich. Gerade in Nationalparks, Naturschutzgebieten oder an besonderen Sehenswürdigkeiten gelten in Neuseeland strenge Regelungen und teilweise komplette Flugverbote. Deshalb musste ich einige Orte bewusst ohne Luftaufnahmen festhalten und den Fokus stärker auf klassische Perspektiven mit der Kamera legen. Gleichzeitig führte diese Einschränkung oft dazu, die Umgebung noch intensiver wahrzunehmen und neue Blickwinkel zu entdecken.
Mein Fokus lag während der gesamten Reise vor allem auf Landschaftsfotografie. Besonders spannend waren die unterschiedlichen Lichtstimmungen – vom frühen Morgenlicht am Lake Matheson über die dramatische Wolkenstimmung am Milford Sound bis hin zu den goldenen Sonnenuntergängen an den Stränden der Nordinsel. Genau diese Momente machen Neuseeland fotografisch so außergewöhnlich: Die Landschaft verändert sich ständig und bietet selbst an bekannten Orten immer wieder neue Perspektiven.
Meine Highlights der Reise – Momente, die in Erinnerung bleiben
Auch wenn Neuseeland auf der gesamten Reise mit außergewöhnlichen Landschaften beeindruckte, gab es einige Erlebnisse, die besonders herausgestochen sind.
Einer dieser Momente war die Wanderung am Mount Taranaki (Mount Egmont). Während des Aufstiegs begleiteten uns zunächst Regen, Wolken und schwierige Wetterbedingungen. Es sah lange nicht danach aus, als würde sich die Situation noch verbessern. Doch genau im richtigen Moment änderte sich das Wetter: Oben angekommen, riss die Wolkendecke auf und der Mount Taranaki zeigte sich nahezu wolkenfrei. Dieser schnelle Wetterwechsel machte den Moment besonders eindrucksvoll und zeigte einmal mehr, wie unberechenbar und gleichzeitig faszinierend die Natur Neuseelands sein kann.
Ein weiteres Highlight war das Kajakfahren im Abel Tasman National Park. Die Kombination aus türkisfarbenem Wasser, goldenen Stränden und dichter Vegetation direkt am Meer bot eine völlig andere Perspektive auf die Landschaft. Die Ruhe auf dem Wasser und die Möglichkeit, abgelegene Buchten und Küstenabschnitte zu erkunden, machten diesen Abschnitt zu einem der entspanntesten und schönsten Erlebnisse der Reise.
Besonders beeindruckend war außerdem die gesamte Westküste der Südinsel. Die Mischung aus rauer Küste, dichtem Regenwald, hohen Bergen und Gletschern machte diese Region einzigartig. Gerade die ständig wechselnden Wetterbedingungen und Lichtstimmungen sorgten dafür, dass sich die Landschaft immer wieder neu präsentierte und fotografisch unglaublich abwechslungsreich war.
Ein persönliches Highlight war auch unser Aufenthalt rund um den Milford Sound. Unsere Unterkunft bei Julie im Manapouri Lake View Place war nicht nur wunderschön gelegen, sondern auch durch die herzliche Gastfreundschaft etwas ganz Besonderes. Der Blick über den See und die Nähe zur beeindruckenden Landschaft des Fiordland National Parks machten diesen Aufenthalt unvergesslich.
Eine weitere besondere Wanderung führte uns zum Lake Marian im Fiordland National Park auf dem Rückweg von unserer Mildford Sound Bootstour. Der Bergsee liegt eingebettet zwischen steilen Gipfeln und dichter Vegetation und gehört für mich zu den schönsten Orten der gesamten Reise. Die Wanderung dorthin war zwar anspruchsvoll, aber die Landschaft und der Anblick des klaren Sees inmitten der Berge machten die Anstrengung mehr als lohnenswert.
Diese Momente zeigen für mich besonders gut, was Neuseeland ausmacht: nicht nur einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern die Kombination aus wechselhaftem Wetter, wilder Natur und Landschaften, die jeden Tag neue Eindrücke schaffen.
Praktische Tipps für eine Neuseeland-Reise
Eine Reise nach Neuseeland gehört sicher zu den beeindruckendsten Abenteuern, die man erleben kann. Gleichzeitig gibt es einige Besonderheiten, die man vor der Reise kennen sollte – von der Wahl der richtigen Reisezeit über die Fortbewegung bis hin zur Fotoausrüstung. Nach unserer Rundreise über beide Inseln haben sich einige Erfahrungen herauskristallisiert, die bei der Planung hilfreich sein können.
Fazit – Würde ich wieder nach Neuseeland reisen?
Nach sechs Wochen Neuseeland bleibt vor allem eines: das Gefühl, nur einen kleinen Teil dieses außergewöhnlichen Landes gesehen zu haben. Trotz unserer umfangreichen Rundreise über beide Inseln konnten wir längst nicht alles entdecken – auch aufgrund von wechselhaftem Wetter und einigen ausgefallenen Aktivitäten.
Gerade diese Wetterbedingungen haben die Reise aber auch besonders gemacht. Einige der schönsten Momente entstanden genau dann, wenn sich nach Regen und Wolken plötzlich die Landschaft öffnete und neue Perspektiven entstanden.
Für mich als Fotograf und Filmemacher war Neuseeland eines der beeindruckendsten Länder, die ich bisher bereisen durfte. Die Vielfalt der Landschaften, die besonderen Lichtstimmungen und die Nähe zur Natur bieten unzählige Möglichkeiten für beeindruckende Aufnahmen.
Deshalb steht für mich fest: Ich werde definitiv wieder nach Neuseeland reisen. Es gibt noch viele Orte, Wanderungen und Landschaften, die darauf warten, entdeckt zu werden.